AB IN DIE PILSE | Warum Pilse finden viel geiler ist als Pilze suchen


Die Pilzsaison geht laut Mondkalender am 16. November 2018 mit zunehmendem Mond unter. Wer als ambitionierter Pilzsammler in dieser Jahreszeit die begehrten Erdnuckel aus Wald und Wiesen erstehen wollte, ging eher leer aus. Zu heiß und trocken war unser Sommer. Oh, wir armen Deutschen Tucks. Doch die Lösung ist nah. So nah. Kühlschranknah. 

Statt Pilze zu suchen, finde doch lieber Pils Vielfalt! Und zwar ganz gechillt. Von deinem Sofa aus.

 

Die Ratsherrn Brauerei aus Hamburg hat eine neue Pilskultur entwickelt. Läuten sie damit auch eine neue Ära ein?

 

Über 100.000 Pilze sind wissenschaftlich bekannt. Der Großteil davon ist ekliger Fußpilz & Co. In Deutschland sind etwa 9.000 Großpilze nachgewiesen. Davon sind nur etwa 100 als Speisepilze zum Verzehr geeignet. Davon wiederum waren bzw. sind in der aktuellen Pilzsaison grob geschätzt Nullkommanull Prozent zu finden. Welch frustrierende Bilanz für alle Freunde der lamelligen Kappenheimer.

 

Hierzu im Pilsvergleich: Im gleichen Deutschland werden jährlich mehrere Tausend - etwa 5.000 bis 9.000 - verschiedene Biere von 6.000 Biermarken in 1.500 Brauereien eingebraut. Das Ergebnis: 9,5 Milliarden Liter des köstlichen Gerstensaftes.

Mit über 50 Prozent Anteil ist das Pilsener oder kurz Pils der unangefochtene Liebling von uns Deutschen. 

 

Ziehen wir also als Zwischenbilanz: 

Wo ihr vor lauter Pilzesucherei längst verdurstet seid - ein Pils findet ihr (fast) überall und zu jeder Zeit.

 

 

 

Und Hand aufs Herz, seien wir doch mal ehrlich: 

Pilse finden ist viel geiler als Pilze suchen!

 

Aber wie ein richtig Gutes finden? In Sachen Pilsener gibt sehr unterschiedliche Definitionen, Variationen und Auffassungen. Besonders dank der Craftbier Bewegung, die seit 2013 die deutsche Bierkultur mit seinen neuen Ideen und alten Wurzeln, seiner profanen Überqualität und Experimentierfreudigkeit um natürliche Zutaten aufmischt. Auch unsere Pilskultur ist hiervon betroffen.

 

Die köstliche Konsequenz daraus: Pils ist nicht gleich Pils.


Ein Exkurs an dieser Stelle.

 

Sommer 2018. Die Ratsherrn Brauerei aus den Hamburger Schanzenhöfen stößt in mutige Gefilde vor, dessen dünnes Eis sich zuvor niemand zu betreten gewagt hat. Die Brauerei widmet sich des Deutschen bierigen Heiligtums - all abendlich thronend auf dem Wohnzimmertisch tiefer Groschenromangefühle: des Deutschen Pils. 

 

Allgemein beschreiben wir das Pilsener als hell leuchtend-gelbes, leicht bitteres, schön gehopftes, schnörkelloses, britzelig-süffiges Getränk mit moderatem Alkoholgehalt von plusminus 4 - 5%. Zumindest gilt dies für die norddeutsche Version.

Was jedoch alle Pilsetten miteinander vereinen: Eingebraut mit untergäriger Hefe sind sie als zuverlässiger Durstlöscher genauso beliebt wie ein Eisbecher Pfirsich Melba in der Sahara.

 

Zurück zu Ratsherrn. 

 

Und was macht die aufrührerische Brauanstalt von der Elbe aus dem traditionsreichen Hopfengut bekannt aus Funk und Fernsehen? Sie schraubt an seiner Rezeptur. Nochmal: Sie s c h r a u b t an seiner R e z e p t u r ! Sie geht sogar noch weiter: sie spielt, sie friemelt, sie bastelt. Ungeheuerlich. Am Ende des Tages wird es nicht eins, nicht zwei, nicht drei - nein, es werden V I E R verschiedene Pilsener, die die Ratsherrn`sche Daniel-Düsentrieb-Küche auswirft.

 

Auf Biermission: Daniel Hertrich, Ratsherrn Head Of Creative Marketing
Auf Biermission: Daniel Hertrich, Ratsherrn Head Of Creative Marketing | credits: Danny Domingo/ Instagram

Aber wieso tut man das? 

 

Daniel Hertrich, Ratsherrn Head Of Creative Marketing, begründet dies folgender Maßen: 

 

"Pilsener ist das meistgetrunkene Bier Deutschlands, aber die wenigsten Brauereien gehen mit diesem Bierstil kreativ um. Bei anderen Bierstilen wie dem Stout und dem India Pale Ale wurden bereits Bierstilfamilien gebildet, nur das Pilsner hat hier ein kreatives Schattendasein. Genau dies wollen wir ändern und haben deswegen die Grenzen des Bierstils ausgelotet. Von einem alkoholreduzierten Session, über dem Pfeffersack Gewürzpilsener, einem besonders hopfenintensiven Dry Hopped bis zum Pilsbock, dem Imperial, bewegen wir uns zwar teilweise schon außerhalb der Pilsener Spezifikation, aber das hat uns nicht aufgehalten diese Spezialitäten trotzdem einzubrauen.

 

Besonders passend sehen wir das Konzept auch für den Export, denn die deutsche Braukunst ist vor allem wegen dem Pilsner in anderen Ländern bekannt und geschätzt. Ab nächstem Jahr werden wir dann voraussichtlich skandinavische Länder und die USA mit den ersten Lieferungen bedienen können."

 

Und wie reagieren die Menschen auf die Vielzahl an Ratsherrn Pilsenern?

 

"Die Einführung der New Era Pilsener war für uns ein voller Erfolg. Sowohl im Getränkemarktsegment als auch im Lebensmitteleinzelhandel wurde der 4er Träger sehr gut angenommen. Mit dem Wet Hopped Pilsener wurde dann im Oktober eine fünfte limitierte Sorte mit Frischhopfen aus der Hallertau eingeführt. Außerdem ist eine weitere limitierte Sorte für das Frühjahr zur Spargelsaison schon in Planung."

 

Hui, da können wir ja gespannt sein. Danke schön, lieber Danny, für das kurze Interview.

 

New Era Pilsener Ratsherrn
Ratsherrn New Era Pilsener (Session, Dry Hopped, Pfeffersack, Imperial)

 

Insgesamt kokettiert die Ratsherrn Brauerei also aktuell mit 6 sexy Pilsener Variationen:

  • das "normale", alt bekannte und beliebte Ratsherrn Pilsener

Plus die neuen New Era Pilsener:

  • Session Pilsener: Voller Pils Geschmack mit entspannten 3,0% Alkohol inklusive prickelndem Hopfenkick von Zitronengras und grünem Tee.
  • Dry Hopped Pilsner: Dank der Kalthopfung kommen zu den 4,9% Alkohol anbetungswürdige Noten von Frucht und Bittere ins Glas.
  • Wet Hopped Pilsener: nur für kurze Zeit erhältlich, da mit Frischhopfen wenige Stunden nach der Ernte sofort eingebraut
  • Pfeffersack Pilsener: Hier ist richtig Würze im Spiel - nämlich aufeinander abgestimmte Gewürze aus u.a. Koriander, Kardamom, Zimt und Lavendelblüten und das bei 4,9% Alkohol.
  • Imperial Pilsener: Mehr ist mehr lautet das Motto dieser Pilsversion - mehr Hopfen, mehr Herbe, mehr Alkohol (7,5%). Mehr geht nicht.

 Exkurs beendet.


 Maurerbrause VS. Schlumpfenhaus

 

Fakt ist, genauso mannigfaltig wie die Pilze im Wald sprießen bunt die Pilse aus den Fachgeschäften und Supermärkten. Pilsener, die hopfengestopft sind, leichte Pilsener, starke Pilsener, gewürzte Pilsener. Das einzig Wahre, das gibt es schon lange nicht mehr.

 

Wir fassen also zusammen:

In Sachen Vielseitigkeit, Geschmack, Natürlichkeit & Co steht die Maurerbrause den Schlumpfenhäusern in nichts nach. Wir würden sogar so weit gehen zu behaupten, dass eine sauber justierte Flughöhe bedingt durch einen frisch gebrühten Hopfentee - was übrigens eine Heilpflanze ist - das einzig höchst wirksame Werkzeug gegen den Frust bei der Pilzernte ist.

Am besten ihr bildet euch euer eigenes Urteil.

 

Werft doch einfach mal einen Blick über den Flaschenhals hinaus und holt euch die New Era Pilsener auf ratsherrn.de

Bier auf, Vergnügen an. Versprochen, so habt ihr euer Pils noch nie erlebt.

 

Ich bin dann mal Pilse sammeln...

 

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